Hertha BSC startete das Trainingslager mit einem klaren 15:0‑Sieg gegen den Sechstligisten Frohnauer SC, doch Trainer Stefan Leitl betonte, dass der Kader noch im Konjunktiv sei. Nach nur einer Woche intensiver Vorbereitung gibt es zahlreiche Unbekannte: mögliche Neuzugänge, noch nicht geklärte Abgänge und zwei Angebote für Torhüter Tjark Ernst von Feyenoord Rotterdam und Celtic Glasgow.

Welche Spieler stehen noch aus?

Leitl nannte mehrere Namen, die bereits auf der Transferliste stehen. Neben Linus Gechter, Julian Eitschberger und Marton Dardai könnte Tjark Ernst das Tor übernehmen, wenn einer der ausländischen Klubs zuschlägt. Gleichzeitig bleibt die Abgabeseite unklar – "ein paar Fragezeichen" lautete die Aussage des Trainers, wobei er andeutete, dass die Namen bereits bekannt seien. Die Situation erinnert an die jüngste Saison, in der Hertha BSC nach dem 6-1‑Niederlage gegen Arminia Bielefeld am 17. Mai 2026 noch im Mittelfeld nach Verstärkungen suchte.

Wie wirkt sich das auf die aktuelle Tabellenlage aus?

Derzeit liegt Hertha BSC auf dem 7. Tabellenplatz der 2. Bundesliga mit 51 Punkten, aus 14 Siegen, 9 Unentschieden und 11 Niederlagen in 34 Spielen. Das Team hat bisher 47 Tore erzielt und 44 kassiert, was einen leichten Plus von drei Toren bedeutet. Trotz dieser Zahlen liegt die Mannschaft 19 Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Schalke 04. Die aktuelle Form (LWLLD) zeigt, dass noch viel Luft nach oben ist, und die anstehenden Transfers könnten entscheidend sein.

Was sagt Leitl zur Jugendarbeit?

Leitl lobte die Leistung der jungen Akademiespieler, die in der ersten Halbzeit mit sechs Nachwuchskräften auf dem Platz standen. Der 19‑jährige Kian Todorovic erzielte gleich drei Treffer und unterstrich damit das Potenzial der U23‑Talente. "Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass diese Spieler permanent bei uns bleiben", erklärte der 48‑jährige Trainer, betonte jedoch das Leistungsprinzip: Die jungen Spieler sollen sich entwickeln, aber gleichzeitig bereit sein, Platz zu machen, wenn neue Profis kommen.

Was bedeutet das für die kommende Saison?

Leitl plant, vier Plätze im Profikader für junge Spieler zu reservieren, um die finanziellen Engpässe der Berliner Kassen zu umgehen. Gleichzeitig will er, dass die Mannschaft weiterhin mit hoher Intensität trainiert – "für die ersten neun Tage ohne richtigen freien Tag war die physische Komponente bereits gut". Die offenen Transferfragen bleiben jedoch bestehen, und die nächsten Wochen werden zeigen, ob Hertha BSC im Sommermarkt die gewünschten Verstärkungen sichern kann.

Hertha BSC muss also nicht nur die aktuelle Tabellenposition festigen, sondern auch die offenen Fragen im Kader schnell klären, um die Saison mit mehr Stabilität zu bestreiten.