Hertha BSC wollte in Paderborn kleine Aufstiegshoffnungen am Leben halten, aber die Berliner starteten schläfrig und erlebten ab der siebten Minute einen echten Alptraum. Paderborns Sebastian Klaas lief völlig unbedrängt in Herthas Strafraum ein und musste nur noch zur 1:0-Führung einschieben. Das 2:0 der Ostwestfalen in der 21. Minute durch Tjark Scheller nach einer Ecke wurde zwar wegen eines möglichen Handspiels lange überprüft, war aber mehr als verdient. Weitaus weniger verdient war in der 39. Minute Herthas Anschlusstreffer zum 1:2. Aus dem Nichts tauchte plötzlich Luca Schuler in Paderborns Strafraum auf und zauberte dort. Per Hacke und mit viel Feingefühl verwandelte er eine Hereingabe von Marten Winkler in einen Beinschuss für Paderborns Schlussmann Dennis Seimen. Paderborn hätte noch mehr Tore erzielen können, aber Hertha-Trainer Stefan Leitl versuchte seiner Mannschaft nach der Pause mit einem Dreifachwechsel neues Leben einzuhauchen und brachte Josip Brekalo, Niklas Kolbe und Pascal Klemens. Letztgenannter traf zehn Minuten später zum vermeintlichen 1:4 ins eigene Tor, aber Herthas Torhüter Tjark Ernst brachte im Strafraum Stefano Marino ungeschickt bis ungestüm zu Fall, Mika Baur verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. Es folgten wilde Sequenzen: Raphael Obermair erhöhte drei Minuten später auf 5:1, ehe Herthas Brekalo weitere anderthalb Minuten später zum 2:5 traf.