Hertha BSC hat auch das zweite Testspiel in der Vorbereitung auf die neue Saison in der 2. Bundesliga klar gewonnen. Vier Tage nach dem 15:0 gegen den Frohnauer SC bezwang die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl den eine Klasse höher spielenden Oberligisten Lichtenberg 47 mit 9:0 (3:0). Der Zweitligist brauchte in Lichtenberg zwar etwas, um gegen den kompakt stehenden Gegner gefährlich zu werden, doch Julian Eitschberger löste in der 37. Minute den ersten Knoten. Kevin Sessa (41.) und Niklas Hildebrand (45.+1) erhöhten vor der Pause auf 3:0. Nach dem Seitenwechsel dauerte es knapp 25 Minuten, bis Sebastian Grönning den vierten Treffer markierte (69.). Lichtenberg 47 ließ in der 77. Minute ein Eigentor folgen, bevor Grönning zwei Minuten später den Doppelpack vollendete (79.). Die Berliner erhöhten weiter: Kian Todorovic (86.), Marten Winkler (88.) und erneut Grönning (89.) machten das Ergebnis perfekt. Hertha steht damit nach zwei Testspielen mit 24:0 Toren und null Gegentoren in der Vorbereitung da — ein starkes Signal vor dem Saisonstart.
Was passierte in Lichtenberg?
Hertha BSC traf auf Lichtenberg 47, einen Oberligisten, der eine Klasse tiefer spielte, aber defensiv kompakt agierte. Die Berliner brauchten Zeit, um die Abwehr zu knacken, doch Eitschberger traf in der 37. Minute zur Führung. Sessa und Hildebrand machten vor der Pause alles klar. Nach dem Seitenwechsel dauerte es bis zur 69. Minute, bis Grönning den vierten Treffer erzielte. Das Eigentor der Hausherren und Grönnings zweiter Treffer folgten schnell, bevor die Nachwuchskräfte Todorovic, Winkler und Grönning den Schlusspunkt setzten. Leitl wird mit der Leistung zufrieden sein, auch wenn die Berliner gegen den schwächer eingestuften Gegner nicht immer überzeugten. Die Offensive zeigte sich variantenreich, doch die Defensive blieb stabil.
Mit 47:44 Toren (+3) und 51 Punkten aus 34 Spielen liegt Hertha aktuell auf Platz sieben der 2. Bundesliga — ein solides Fundament für die anstehende Saison.
Warum der 9:0-Sieg wichtig ist
Ein klarer Sieg in der Vorbereitung stärkt das Selbstvertrauen des Teams. Besonders Grönnings Doppelpack unterstreicht seine Form vor dem Saisonstart. Die Berliner müssen nach der schwachen Saisonendphase — zuletzt eine 1:6-Niederlage gegen Arminia Bielefeld am 17. Mai 2026 — wieder Selbstvertrauen tanken. Die Testspiele zeigen, dass die Mannschaft offensiv gut aufgestellt ist, auch wenn die Defensive noch Luft nach oben hat. Die 24:0-Torausbeute in zwei Spielen ist ein starkes Statement. Hertha muss nun den Übergang in den Ligabetrieb schaffen. Die Konkurrenz ist hart: 19 Punkte hinter Tabellenführer FC Schalke 04 und mit einer Bilanz von 14 Siegen, 9 Unentschieden und 11 Niederlagen aus 34 Spielen. Die Form der letzten fünf Spiele (1S-1U-3N) zeigt, dass Hertha noch nicht konstant stark ist.
Nächste Herausforderung: Mamelodi Sundowns im Trainingslager
Bevor es in die 2. Bundesliga geht, steht für Hertha BSC ein besonderes Testspiel an. Im österreichischen Kitzbühel vom 17. bis 26. Juli trifft die Mannschaft am 21. Juli auf den südafrikanischen Rekordmeister Mamelodi Sundowns F.C. — den aktuellen Sieger der CAF Champions League. Das Spiel wird um 17.00 Uhr in der Mondseeland-Arena von Union Mondsee angepfiffen. Ein spannender Vergleich zwischen dem deutschen Zweitligisten und dem afrikanischen Topteam. Leitl nutzt das Trainingslager, um die Mannschaft weiter zu formen. Die Reise nach Österreich ist auch eine gute Gelegenheit, um die Fitness zu überprüfen und neue taktische Ideen auszuprobieren. Die Berliner wollen mit einem starken Auftritt in die neue Saison starten.
Ausblick auf die 2. Bundesliga
Hertha BSC startet in die neue Saison mit Zuversicht, auch wenn die Tabelle noch nicht überzeugt. Das nächste Ligaspiel findet am 22. August 2026 gegen den FC Saarbrücken statt — ein Gegner, der sich in der Vorbereitung ebenfalls warmspielt. Die Berliner müssen ihre Konstanz finden, um den Anschluss an die oberen Tabellenplätze zu schaffen. Die Testspiele haben gezeigt, dass die Offensive funktioniert. Jetzt geht es darum, die Defensive zu stabilisieren und die Fehler aus der letzten Saison zu vermeiden. Mit Grönning, Eitschberger und Sessa hat die Mannschaft offensive Optionen, doch die Abwehr muss noch enger zusammenrücken. Die Fans hoffen auf eine starke Saison — und die Vorbereitung gibt erste positive Signale.
Hertha BSC Hub